Bauweisen · Porenbeton / Ytong
Porenbeton / Ytong: dämmstark, leicht und ideal für Eigenleistung
Porenbeton – vielen als Ytong bekannt – vereint gute Wärmedämmung mit geringem Gewicht. Die leichten, sägbaren Steine lassen sich zügig vermauern und eignen sich besonders für Bausatz- und Ausbauhäuser mit hohem Eigenleistungsanteil. So entsteht ein günstiges, gut gedämmtes Massivhaus.
Kurz und knapp
Porenbeton (Markenname Ytong) ist ein leichter, mineralischer Massivstein mit vielen Luftporen. Er dämmt monolithisch sehr gut (U-Wert ca. 0,18–0,26 W/(m²K)) und lässt sich dank geringem Gewicht und Sägbarkeit ideal in Eigenleistung als Bausatz- oder Ausbauhaus verarbeiten. Der Baustoff ist günstig; sein Schallschutz ist wegen der niedrigen Rohdichte geringer. Schlüsselfertig ca. 2.000–3.200 €/m² (2026), Porenbeton eher am unteren Rand.
Redaktion: 1Massivhaus · Richtwerte, keine verbindlichen Anbieterpreise.
Eigenschaften im Steckbrief
| U-Wert Außenwand | ca. 0,18–0,26 W/(m²K) monolithisch, je nach Wandstärke |
|---|---|
| Schallschutz | gering bis mittel (sehr leichter Baustoff) |
| Kosten (relativ) | günstig · schlüsselfertig ca. 2.000–3.200 €/m² |
| Verarbeitung | sehr leicht, sägbar, großformatig – ideal für Eigenleistung |
| Wärmedämmung | sehr gut für einen Massivstein (Luftporen) |
| Zusatzdämmung | meist nicht nötig (monolithisch) |
Richtwerte 2026. U-Werte hängen von Wandstärke und Steinvariante ab. Rohbau ca. 700–1.100 €/m².
Vor- und Nachteile von Porenbeton
Vorteile
- Sehr gute Wärmedämmung ohne WDVS (monolithisch)
- Leicht und einfach zu verarbeiten – ideal für Eigenleistung/Bausatz
- Günstiger Baustoff mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis
- Nicht brennbar, mineralisch und formstabil
- Zügiger Rohbau dank großer, leichter Steine
Nachteile
- Geringerer Schallschutz durch niedrige Rohdichte
- Weniger Wärmespeichermasse als schwere Steine
- Druckfestigkeit geringer – Befestigung braucht Spezialdübel
- Empfindlich gegen Feuchtigkeit während der Bauphase
Für wen eignet sich Porenbeton?
Porenbeton ist die passende Wahl für budgetbewusste Bauherren, die ein gut gedämmtes Massivhaus wünschen und bereit sind, durch Eigenleistung Kosten zu senken. Wer ein Bausatz- oder Ausbauhaus plant und selbst mit anpacken möchte, profitiert vom geringen Gewicht und der einfachen Bearbeitung der Steine. Weniger geeignet ist Porenbeton, wenn maximaler Schallschutz oder hohe punktuelle Traglasten – etwa schwere Wandmontagen – im Vordergrund stehen.
Porenbeton im Vergleich
Beim Dämmwert spielt Porenbeton in einer Liga mit gefüllten Ziegeln, ist aber leichter und meist günstiger. Beim Schallschutz und der Wärmespeicherung liegt er hinter Kalksandstein und Beton. Eine Klinkerfassade lässt sich auch vor Porenbeton setzen. Wer über Eigenleistung nachdenkt, findet im Ratgeber zum Bauablauf und zur Baubegleitung wertvolle Hinweise. Die vollständige Gegenüberstellung bietet die Bauweisen-Übersicht.
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